Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Informationen für Angehörige von Parkinson-Patienten

Die Parkinson-Erkrankung eines nahestehenden Menschen verändert auch Ihr Leben im großen Umfang. Sie verlangt von Ihnen, mit eingeschränkten Fähigkeiten und veränderten Verhaltensweisen des Erkrankten und den daraus resultierenden Problemen zurechtzukommen.

Unterstützen Sie vor allem den Patienten in seiner Selbstständigkeit. Helfen Sie ihm nur, wenn er darum bittet. Versetzen Sie sich immer in die Lage des anderen, versuchen Sie sein Denken, Handeln und Fühlen zu verstehen! Reden Sie miteinander, denn nur so können Sie gemeinsame Entscheidungen treffen und lernen, Ihre Wünsche und Bedürfnisse und die des anderen zu erkennen und zu akzeptieren. Versuchen Sie auch, Ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten. Nehmen Sie sich Auszeiten. Nur wenn Sie Kraft haben und ausgeglichen sind, können Sie Ihre Aufgabe und den Alltag bewältigen. 

Kein Angehöriger ist auf die vielfältigen Probleme bei Parkinson vorbereitet, und es fällt häufig schwer, die Veränderungen im vollen Umfang zu anzunehmen. Psychotherapeutische Beratung kann Angehörigen helfen, mit der Vielzahl von psychosozialen Problemen fertig zu werden.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Alfons Schnitzler und Priv.-Doz. Dr. Martin Südmeyer, Düsseldorf (DGN)