Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Diagnostik: Körperliche Untersuchung

Ein weiterer unerlässlicher Bestandteil jeder psychiatrischen Beurteilung ist eine genaue körperliche, d.h. neurologische und internistische Untersuchung. Denn hinter allen psychiatrischen Krankheitsanzeichen kann sich auch eine körperliche Ursache verbergen (z.B. eine Gehirnentzündung, ein Schädel-Hirn-Trauma), die unbedingt vor Einleitung der Therapiemaßnahmen abgeklärt werden muss. Bei der psychiatrischen Diagnostik kommt daher dem Ausschluss einer organischen Erkrankung erhebliche Bedeutung zu.

Außerdem müssen organische Krankheiten, die eventuell den Einsatz von bestimmten Medikamenten begrenzt, erkannt bzw. ausgeschlossen werden.

Eine routinemäßige Abklärung aller denkbaren organischen Ursachen findet jedoch nicht generell statt, da dies offensichtlich zu einer „Überdiagnostizierung“ sehr vieler Patienten führen würde. Eine rationale Diagnostik beruht daher zunächst auf einer guten Anamnese sowie einer sorgfältigen körperlichen, neurologischen und psychopathologischen Erhebung von Befunden. Auf dieser Basis erfolgt dann gegebenenfalls im zweiten Schritt eine spezifische Zusatzdiagnostik. Zur dieser erweiterten körperlichen Untersuchung gehören laborchemische Tests (Blut, Urin) und die so genannten apparativen Verfahren (z.B. EEG, MRT).

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Peter Falkai, München (DGPPN)