Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Psychose-Frühzeichen (Prodromalsymptome)

Durch rechtzeitiges Erkennen und frühzeitige Hilfe ist es möglich, den Ausbruch einer Psychose zu verhindern oder den Verlauf abzuschwächen. Dabei kommt es darauf an, schon die ersten, noch leichten Krankheitserscheinungen zu erfassen und professionelle Hilfsangebote (z.B. Früherkennungszentren) aufzusuchen. Die ersten Anzeichen (Prodromalsymptome) sind jedoch unspezifisch und werden meist weder von den  Betroffenen noch von den Angehörigen von Betroffenen mit Frühsymptomen einer Psychose in Verbindung gebracht. Mögliche Frühzeichen einer Psychosen können sein, dass

  • man sich aus sozialen Bindungen zurückzieht,
  • sich die Lebensfreude und Leistungsfähigkeit vermindern,
  • Ausbildung oder Beruf nicht mehr wie früher bewältigt werden können,
  • Ängste oder Depressionen auftreten,
  • sich Nervosität, Ängstlichkeit und Unruhe einstellen.

Wenn der Arzt dann zusammen mit dem Patienten die notwendigen Maßnahmen einleitet, können schwere Störungen meist vermieden werden. Im günstigsten  Fall wird dadurch eine stationäre Behandlung gar nicht notwendig, oder es genügt ein kurzfristiger Aufenthalt im Krankenhaus. Auch können bei rechtzeitiger Hilfe Vereinsamung und sozialer Abstieg verhindert werden.

Durch die medikamentöse, psychotherapeutische und rehabilitative Behandlung und Betreuung können bei den meisten Patienten Rückfälle verhindert oder deren Auswirkungen gemildert werden.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel, Priv.-Doz. Dr. med. Jürgen Zielasek, Düsseldorf (DGPPN) und Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler, Basel (SGPP)