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Herausgegeben von den Berufsverbänden für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland.

Schwindel: Zentrale Schwindelformen

Bei zentralen Schwindelformen, die sich ganz unterschiedlich äußern können, liegt immer eine Schädigung (Läsion) des Gehirns vor. Sie können – je nach Ursache - plötzlich über wenige Sekunden und Minuten (z.B. bei der vestibulären Migräne mit Dreh- oder Schwankschwindel oder bei einer transistorischen ischämischen Attacke/TIA über Stunden und Tage anhalten (z.B. beim Hirnstamminfarkt/Schlaganfall, Tumoren).

Nicht selten sind die Schwindelanfälle zentralen Ursprungs mit Seh-, Schluck- oder Sprechstörungen oder auch mit Missempfindungen des Tastsinnes oder Lähmungserscheinungen im Gesicht oder an den Armen, verbunden. In jedem Fall sollte bei dem geringsten Verdacht auf eine Beteiligung des Gehirns sofort ein/e Facharzt/Klinik aufgesucht bzw. der notärztliche Dienst herangezogen werden.

Fachliche Unterstützung: PD Dr.med. Mark Obermann, Essen (DGN)