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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Psychopharmaka: Psychostimulanzien

Unter Psychostimulanzien versteht man antriebssteigernde Substanzen, die kurzfristig auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Die Wirkstoffgruppe, zu der auch Coffein gehört, ist in ihrer chemischen Struktur sehr unterschiedlich. Die  wichtigsten Substanzen sind die so genannten Amphetamin-Derivate (z.B. Methylphenidat), die auf die Aktivität derjenigen Nervenzellen wirken, die die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin verwenden.

In der Praxis werden Psychostimulanzien vor allem bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) sowie bei exzessiver Tagesschläfrigkeit (Narkolepsie) angewendet. Die Behandlung eines ADHS sollte nur vom Facharzt durchgeführt werden.

 

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Peter Falkai, München (DGPPN) und Prof. Dr. med. Martin Hatzinger, Solothurn (SGPP)