Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Formen von Psychoedukation

In der nachfolgenden Übersicht sind die heute wichtigsten Formen der Psychoedukation zusammengestellt (nach Pitschel-Walz et al.).

Teilnehmerkreis

  • Einzelgespräche mit Patienten oder Angehörigen
  • Sitzungen mit einzelnen Familien
  • Sitzungen mit mehreren Familien (ca. 3-6 Patienten mit ihren Angehörigen)
  • Nur Angehörigengruppen (ca. 8-15 Angehörige)
  • Nur Patientengruppen (ca. 6-12 Patienten)
  • Patienten- und Angehörigengruppen finden parallel (bifokal) statt

Zeitrahmen

  • Einmaliges Gespräch bzw. einmalige Gruppensitzung
  • Kurzfristige Psychoedukation (ca. 2 bis 8 Sitzungen)
  • Langfristige Psychoedukation (mehr als 8 Sitzungen; über einen Zeitraum von 3 Monaten und länger, bis zu 2 Jahren)

Im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile mehrere verschiedene Psychoedukationsprogramme für schizophrene Psychosen, die sich - neben vielen Gemeinsamkeiten - hinsichtlich des Teilnehmerkreises, dem zeitlichen Rahmen und der inhaltlichen Schwerpunkte unterscheiden.

 

*Textautoren: Dr. med. Josef Bäuml u. Dipl.-Psych. Dr. Gabi Pitschel-Walz, 2005