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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Krankheitsbild der Alzheimer-Demenz

Häufigstes Anfangssymptom der Alzheimer-Krankheit ist das Nachlassen des Gedächtnisses, besonders für kurz zurückliegende Ereignisse. Dinge werden „verlegt" und Verabredungen vergessen. Der Betroffene kann sich auch schlechter konzentrieren und das richtige Wort will ihm nicht mehr einfallen. Später können sie ihre Wünsche nicht mehr äußern und sich nichts mehr merken. Auch länger zurückliegende Erinnerungen, z.B. an die eigene Jugend, beginnen zu verblassen. Es kann vorkommen, dass sogar der eigene Name vergessen wird.

Im Laufe der Erkrankung kann die zeitliche Orientierung, später auch die räumliche Orientierung verloren gehen. So wissen Patienten oft nicht mehr den Wochentag und finden beispielsweise nicht mehr nach Hause zurück.

Das Denkvermögen verlangsamt sich zunehmend, die Handhabung von Gegenständen wird schwierig, und die Fähigkeit zur Abstraktion und Planung lässt nach. Das Urteilsvermögen ist meist gestört. Die Patienten sind z.B. nicht mehr in der Lage, ihren Haushalt selbständig zu führen und ihre Geldangelegenheiten zu regeln.

Später können auch die einfachsten Tätigkeiten wie Ankleiden, Waschen, der Toilettengang etc. nicht mehr allein verrichtet werden. Die Betroffenen vernachlässigen ihre Körperpflege und lassen Mahlzeiten aus. Im Endstadium kommen Schwierigkeiten beim Schlucken, Gehen, Sitzen hinzu, die zu Immobilität und Bettlägerigkeit führen.

Verhaltensstörungen

Neben dem Verlust der geistigen und damit auch körperlichen Leistungsfähigkeit treten sehr häufig Verhaltensstörungen auf. Diese Wesensveränderungen machen den Angehörigen meist mehr zu schaffen, als die zunehmende Pflegebedürftigkeit. Hierzu gehören u.a.:

  • Rastlosigkeit, Unruhe;
  • Schlaflosigkeit, nächtliches Umherwandern;
  • Misstrauen und Feindseligkeit;
  • Ängste;
  • Depressive Verstimmungen;
  • Verlust von Antrieb, Motivation und Interesse;
  • Reizbarkeit bis hin zur Aggressivität;
  • Wahnvorstellungen (v.a. das Gefühl, bestohlen worden zu sein);
  • Sinnestäuschungen (v.a. visuelle und akustische Halluzinationen).

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Wolfgang Maier und Prof. Dr. med. Frank Jessen, Bonn (DGPPN)