Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Möglichkeiten zur Vorbeugung eines Bandscheibenvorfalls

Altersbedingte Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule lassen sich nicht vollständig verhindern, aber man kann ihre Auswirkungen abmildern:

  • Bewegung
    Die Bandscheiben werden nicht von Blutgefäßen versorgt, sondern nehmen Nährstoffe und Wasser aus dem umgebenden Gewebe auf. Das können sie aber nur, wenn man sich richtig bewegt. Beim Bücken, Gehen und Laufen werden die Bandscheiben be- und entlastet und die Nährstoffe dabei in sie eingeknetet. Bewegungsmangel aber auch Überbeanspruchung führen zu unterernährten Bandscheiben und begünstigen einen Bandscheibenvorfall.
  • Gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur
    Eine kräftige Muskulatur des Rumpfes, entlang der Wirbelsäule und auch der Bauchmuskeln, entlastet die Bandscheiben. Am besten lässt sich die Rückenmuskulatur stärken, indem man regelmäßig schwimmen geht (die richtige Schwimmtechnik vorausgesetzt). Hierbei werden zudem die Gelenke geschont.
  • Verringerung des Körpergewichts
    Eine zu große Leibesfülle belastet den Rücken und damit auch die Bandscheiben. Ziel muss es daher sein, das Normalgewicht möglichst nicht oder nur geringfügig zu überschreiten.
  • Rückengerechtes Verhalten
    Man sollte sowohl beim Sitzen als auch beim Stehen auf einen geraden Rücken achten. Schwere Gegenstände sollten immer aus den Beinen und nicht aus dem Kreuz gehoben sowie Lasten gleichmäßig auf beide Arme verteilt und dicht am Körper getragen werden.

Fachliche Unterstützung: Dr. med. Uwe Meier (BDN), Grevenbroich