Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Prinzip der Ergotherapie

Im Vordergrund aller ergotherapeutischen Behandlungsmethoden stehen weniger die Krankheitssymptome und das Wiederherstellen von Einzelfunktionen (etwa Bewegungstraining eines gelähmten Armes), sondern im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes vielmehr die Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit. Es geht v.a. darum, dem Patienten zu helfen, sich wieder ins gesellschaftliche Leben zu integrieren, und um eine individuelle Gestaltung seiner Umwelt, damit er wieder aktiv am Alltag teilnehmen kann.

In der Ergotherapie werden künstlerische, handwerkliche, manuelle und geistige Fähigkeiten gezielt gefördert und geübt. Ja nach Belastbarkeit und individueller Einschränkung des Patienten kann die Behandlung in Einzelsitzungen, in Kleingruppen oder als Gruppentherapie durchgeführt werden. Eine Gruppentherapie eignet sich dabei auch, um kommunikative und soziale Fähigkeiten zu trainieren.

Zu Beginn jeder Behandlung wird gemeinsam mit dem Ergotherapeuten ein individueller Therapieplan aufgestellt. Der Plan legt fest, welche Einschränkungen behandelt und welche Fertigkeiten vorrangig geübt werden sollen.

Fachliche Beratung: Prof. Dr. med. Peter Falkai, Göttingen (DGPPN) und Prof. Dr . med. Anita Riecher-Rössler, Basel (SGPP)