Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Angsterkrankungen - Wann ist Angst krankhaft?

Wo hört normale Angst auf, wann fängt krankhafte Angst an? Ein bisschen Angst hat jeder. Wer im Fahrstuhl ein kribbeliges Gefühl hat, wer sich vor Spinnen ekelt oder Angst hat, eine Rede zu halten, muss deshalb noch nicht an einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden.

Wenn Sie allerdings eine oder mehrere der folgenden Fragen mit “ja” beantworten würden, sollten Sie sich in Behandlung bei einem Arzt oder Psychologen begeben:

  • Ich denke 80 Prozent des Tages über meine Ängste nach
  • Ich werde durch die Ängste in meiner Lebensqualität erheblich eingeschränkt
  • Meine Bewegungsfreiheit ist wegen meiner Ängste erheblich eingeschränkt
  • Wegen meiner Ängste werde ich immer depressiver
  • Wegen meiner Ängste habe ich schon Selbstmordgedanken gehabt
  • Ich bekämpfe meine Ängste mit Alkohol, Beruhigungstabletten oder Drogen
  • Wegen meiner Ängste ist meine Partnerschaft ernsthaft in Gefahr
  • Wegen meiner Ängste habe ich Probleme im Beruf bzw. bin ich arbeitslos

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Borwin Bandelow (Autor), Göttingen (DGPPN) und PD Dr. med. Michael Rufer, Zürich (SGPP)