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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Angsterkrankungen - Diagnose

Da Angst ja ein durchaus menschliches Phänomen ist, muss zuerst in einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch festgestellt werden, ob tatsächlich eine krankhafte Angst vorliegt oder ob sich die Angst im Rahmen des Normalen befindet. Nicht selten treten verschiedene Angststörungen kombiniert auf, und häufig sind sie auch mit Depressionen vergesellschaftet.

(© Kurhan - Fotolia.com) Organische Erkrankungen müssen als Ursache einer Angsstörung ausgeschlossen werden

Da die meisten Angst-Patienten über eine Vielzahl körperlicher Symptome berichten, müssen organische Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu zählen u.a. Herz- und Schilddrüsen-Erkrankungen, die ebenfalls zu Herzrasen, Herzstolpern, Ohnmachten oder anderen Symptomen führen können. Schwindelgefühle beispielsweise müssen auf einen möglichen neurologischen Ursprung hin untersucht werden. Ein EKG (Messung der Aktivität des Herzens), ein EEG (Ableitung der Hirnströme) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) gehören zu den diagnostischen Routineuntersuchungen.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Borwin Bandelow (Autor), Göttingen (DGPPN) und PD Dr. med. Michael Rufer, Zürich (SGPP)