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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Diagnostik einer Multiplen Sklerose (MS)

Bei möglichen Anzeichen einer Multiplen Sklerose klärt der Neurologe/Nervenarzt zunächst im Rahmen einer ausführlichen neurologischen Untersuchung zahlreiche andere Erkrankungen, wie z. B. eine Borreliose, HIV-Infektion, Sarkoidose oder Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen, die ebenfalls als Ursache für die Symptome in Frage kommen, ab.

Weiter ist auch eine Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquoruntersuchung) u. a. zur Analyse bestimmter Eiweiße und Zellen sowie eine Kernspintomographie (MRT) notwendig, um die Diagnose zu sichern. Elektrophysiologische Messungen gehören ebenfalls zur Diagnostik - insbesondere die Bestimmung der Leitungsfähigkeit der Sehnerven durch so genannte evozierte Potentiale.

(©Kzenom - fotolia.com) Bei der MS-Diagnose müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden

Der Neurologe/Nervenarzt kennt genau die definierten Kriterien, welche bezüglich der Anzahl und der zeitlichen Verteilung der Befunde erfüllt sein müssen, bevor man von einer Multiplen Sklerose spricht. Insgesamt ist die Diagnosestellung nach den neuesten international anerkannten Kriterien bereits nach einem ersten Krankheitsschub bei entsprechenden Hinweisen durch die weiteren Untersuchungsmethoden möglich.

 

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med Heinz Wiendl (DGN)