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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Prognose und Verlauf der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Auch wenn die Borderline-Störung im akuten Zustand mitunter lebensbedrohlich sein kann und sowohl die Betroffenen wie auch das Umfeld in starke Mitleidenschaft gezogen werden, ist die Prognose auf lange Sicht eher günstig. Neuere Studien konnten zeigen, dass nach sechs Jahren etwa 50% und nach 10 Jahren etwa 90% der Betroffenen die notwendigen Kriterien nicht mehr erfüllen. Allerdings blieben Einschränkungen im privaten und beruflichen Kontext auch nach 10 Jahren noch bestehen.

Eine Voraussetzung für eine gute Prognose ist jedoch, dass die Störung frühzeitig erkannt und fachkundig behandelt wird. Des Weiteren ist es wichtig, dass eine Therapie nicht abgebrochen wird.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz, Heidelberg (DGPPN)