Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Hinweise für Migräne-Patienten

 

Generell sollten alle Migränepräparate nicht länger als 3 Tage hintereinander und nicht öfter als 10 Tage im Monat angewendet werden. Ansonsten steigt das Risiko eines so genannten medikamenteninduzierten Kopfschmerzes, der durch die häufige Einnahme des Medikamentes selbst verursacht wird. Leiden Sie mehrmals im Monat an Migräne und/oder bringen die verordneten Medikamente keine deutliche Besserung, suchen Sie in jedem Fall einen Facharzt auf. Vermeiden Sie bitte auch Selbstmedikation ohne ärztliche Beratung und Absprache. Denn den Experten zufolge schlucken 4% der Bevölkerung zu häufig Kopfschmerzpräparate, 1% leidet bereits am Medikamenten-Kopfschmerz.

Unter den folgenden Bedingungen sollten Sie sofort einen Notarzt rufen:

  • bei einem Kopfschmerz, der plötzlich stärker auftritt als gewohnt
  • bei plötzlich auftretenden schweren Kopfschmerzen, die wie ein Donnerschlag einsetzen
  • bei stetig an Stärke zunehmenden Kopfschmerzen
  • wenn Sie neben dem Kopfschmerz unter einem der folgenden Symptome leiden:
    Fieber, Nackensteifigkeit, Hautausschlag, Verwirrtheit, Krämpfe, Sehen von Doppelbildern oder Sprachstörungen
  • bei Kopfschmerz nach einer Schädelverletzung (Sturz etc.), vor allem, wenn er sich langsam verschlimmert

Fachliche Unterstützung: Prof. Diener, Essen (DGN, BDN)