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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Schizophrenie - Mögliche Warnzeichen

Bereits Monate und Jahre vor einer akuten Schizophrenie zeigen sich in der Regel erste Warnzeichen. Sie sind jedoch leider so unspezifisch, dass sie weder vom Betroffenen noch von seiner Umgebung mit Frühsymptomen einer Psychose in Verbindung gebracht werden. Die Betroffenen leiden mitunter an Lustlosigkeit, Schlaf- oder Antriebsstörungen. Manche haben monatelang eine gedrückte Stimmung. Sie sind angespannt, zuweilen nervös, ruhelos oder können sich schlecht konzentrieren. Bei anderen geraten die Gedanken durcheinander und werden von anderen Gedanken gestört. Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen sowie eine leichtere Reizbarkeit können ebenfalls auf eine beginnende Schizophrenie hinweisen. Häufig sind die Betroffenen vermehrt in Konflikte verwickelt. Sie sind zunehmend misstrauisch, beziehen alles auf sich oder leiden an Trugwahrnehmungen. In der Regel ziehen sich die Betroffenen immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurück, vernachlässigen ihr Äußeres, engagieren sich weniger in der Schule/Arbeit, wirken launisch und uninteressiert.

Diese Frühwarnzeichen können bei Betroffenen auch vor einem Rückfall, d.h. einer erneuten psychotischen Episode, auftreten.

Fachliche Beratung: Prof. Dr. med. Peter Falkai (DGPPN) und Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler (SGPP)