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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Burnout-Syndrom: Therapie

Letztlich geht es darum, die Passung zwischen individuellen Möglichkeiten und Erwartungen sowie den äußeren Rahmenbedingungen zu verbessern. Die üblicherweise zur Burnout-Behandlung vorgeschlagenen Maßnahmen (Erlernen von Entspannungstechniken, gesunde Lebensführung, Entlastung, Reflexion und Neuausrichtung von persönlichen Erwartungen und Ansprüchen, Verbesserung der Work-life-Balance etc.) sind auf ihren Stellenwert im Rahmen der individuellen Konstellation hin zu überprüfen und abzustimmen.

(© Stauke - Fotolia.com) Burnout-Therapie setzt an den individuellen Möglichkeiten und Erwartungen sowie den äußeren Rahmenbedingungen an

Soweit eine manifeste psychische Störung (zumeist eine Depression oder Angststörung) vorliegt, ist diese entsprechend den üblichen Standards, psychotherapeutisch und/oder medikamentös zu behandeln. Im Rahmen von Therapieprogrammen, wie sie üblicherweise in psychosomatischen Kliniken praktiziert werden, werden therapeutische Einzel- und Gruppengesprächen mit berufsbezogenen Therapiebausteinen kombiniert.

Aktuell werden in psychosomatisch-psychotherapeutischen Kliniken berufsbezogene Stressbewältigungs-Therapieprogramme angeboten (z.B. „Stressbewältigung am Arbeitsplatz“; zudem gibt es speziell u.a. auf die besondere Situation im Lehrerberuf hin angelegtes Therapieprogramme wie Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf - AGIL).

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert (Autor) und Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer (Autor), Prien am Chiemsee (DGPPN)