Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Bipolare Erkrankungen - Anzeichen

Im Vordergrund der bipolaren Erkrankung kann einerseits die Manie, andererseits auch die Depression stehen. Die Diagnose lässt sich meist erst im Verlauf stellen, wenn beide Stimmungsextreme beobachtet wurden. In der Manie bedeutet das: Der Betroffene fühlt sich voller Energie, die Stimmung ist gehoben, oft bei vielen jedoch auch sehr gereizt, er schläft meist nur noch 4 – 5 Stunden, fühlt sich aber trotzdem voller Energie. Er redet wie ein Wasserfall, ist sprunghaft und unkonzentriert, überschätzt sich selbst bis hin zum Größenwahn. Alles ist übersteigert: Gesprächigkeit, Geselligkeit, Geldausgaben. Auf die manische Phase kann die Depression entweder direkt als depressive „Nachschwankung“  oder auch später als einzelne Episode folgen. Die Betroffenen sind dann energie- und antriebslos,  fühlen sich unfähig und wertlos. Sie verlieren ihr Interesse und können sich zu nichts mehr aufraffen. Häufig sind sie nicht mal mehr traurig, sie empfinden einfach gar nichts.

Auch das umgekehrte Erscheinen kann vorkommen: Beginn mit einer Depression mit manischer Nachschwankung oder isoliert davon auftretend eine manische Phase. Sehr selten gibt es das reine Auftreten ausschließlich manischer Phasen.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Gregor Hasler, Bern (SGPP) und Prof. Dr. med. Michael Bauer, Dresden (DGPPN), Dr. Roger Pycha, Bruneck (SIP)