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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Borreliose: Diagnostik und Untersuchungen

Um eine Borreliose diagnostizieren zu können, ist es wichtig zu wissen, ob ein Zeckenbiss  erfolgt ist. Da dieser nicht selten unbemerkt bleibt, muss für den Verdacht auf das Vorliegen einer Borreliose zumindest die Möglichkeit zu einem Zeckenstich, z.B. durch einen Waldspaziergang im Sommer, gegeben sein. Wenn dann noch Wanderröte (charakteristische Hautrötung mit aufgehellter Mitte) und/oder Allgemeinsymptome wie Fieber etc. auftreten, muss an eine Borreliose gedacht werden.

(©Alexander_Raths - fotolia.com) Die Diagnostik einer chronischen Borreliose ist schwierig

Durch Untersuchungen des Blutes und des Gehirnwassers kann der Neurologe den Verdacht einer Infektion erhärten, die Interpretation solcher Labortests ist aber nicht einfach. Grund hierfür ist die Tatsache, dass auch bei Gesunden bei bis zu 10% Antikörper (bei Landwirten und Forstarbeiter bis zu 30%) gegen Borrelien gefunden werden, ohne dass eine akute oder chronische Borreliose vorliegen.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Peter Berlit, Essen (DGN)