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01.04.2013

Bewegungsverlangsamung kann ein Frühsymptom von Parkinson sein

Eine verlangsamte Körperbewegung sowie eine Veränderung des Gangbildes oder der Körperhaltung können erste Anzeichen für die Parkinson-Erkrankung sein. Gerade bei Bewegungsstörungen sind eine frühzeitige Diagnose und eine adäquate Behandlung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung.

Eine verlangsamte Körperbewegung sowie eine Veränderung des Gangbildes oder der Körperhaltung können erste Anzeichen für die Parkinson-Erkrankung sein. „Typische Beschwerden im frühen Krankheitsstadium sind neben Veränderungen der Bewegung auch schmerzhafte, zumeist einseitig auftretende Muskelverspannungen im Nacken-Schulter-Gürtelbereich. Sie zeigen sich insbesondere nach dem Aufwachen. Betroffene fühlen sich zudem oft steif, unsicher und schwerfällig und der Gang ist leicht schlurfend“, berichtet Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld. „Bringen schmerzlindernde und spannungslösende Therapien keine Besserung, sollte bei entsprechenden Beschwerden insbesondere im höheren Lebensalter auch Parkinson gedacht werden.“

Weitere Symptome für Parkinson können feine Bewegungsstörungen der Hände sein. Feinmotorische Probleme zeigen sich dann oft im Alltag wie beispielsweise beim Zuknöpfen, Zähneputzen oder dem Zubereiten von Nahrung. Auch das Schriftbild kann unregelmäßiger, zittriger und kleiner werden. „Typisch sind ebenso Stimmveränderungen. Die Sprache wird oft leise und monoton und gegen Ende eines Satzes immer schneller“, ergänzt der niedergelassene Nervenarzt. Oft gehen den Bewegungsstörungen auch Riechstörungen voraus. So können beispielsweise Oregano und Vanille von den Betroffenen nicht mehr wahrgenommen werden. „Die Ursache der Riechstörungen ist, dass bei der Erkrankung nicht nur Nervenzellen im Gehirn sondern auch Seh- und Riechnerven zugrunde gehen“, führt Dr. Bergmann fort.

Weiterhin bemerken Betroffene meist eine starke Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit, Schlafstörungen und einen Leistungsabfall. „Bei manchen Patienten kann sich eine Depression einstellen. Depressionen sind die häufigsten psychiatrischen Störungen bei der Parkinson-Krankheit, sie können bereits vor den ersten motorischen Krankheitszeichen auftreten“, betont der Nervenarzt.

Summieren sich diese eher unspezifischen Anzeichen, sollte die Ursache unbedingt von einem Nervenarzt abgeklärt werden. Gerade bei Bewegungsstörungen sind eine frühzeitige Diagnose und eine adäquate Behandlung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung. „Parkinson ist zwar nicht heilbar, jedoch kann mit der richtigen Therapie und einer aktiven Lebensweise, die der Muskelsteife entgegenwirkt, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich gefördert werden. Bei gleichzeitig bestehender Depression, muss auch diese mitbehandelt werden“, rät der Vorsitzende des BVDN.

Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern. Das Zittern ist die bekannteste Auswirkung der Erkrankung und auch das häufigste Symptom, weswegen ein Arzt aufgesucht wird. Es tritt jedoch erst auf, wenn sich die Erkrankung bereits in einem mittleren Stadium befindet. Das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung beträgt 55 Jahre. Nur 5 bis 10 Prozent der Erkrankungen treten vor dem Alter von 40 Jahren auf. In Deutschland leiden etwa 150.000 bis 200.000 Menschen an der so genannten Schüttellähmung.

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