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Herausgegeben von den Berufsverbänden für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland.

So erhalten Sie Ihre Erinnerungs- und Lernfähigkeit

Auch wenn die Zahl der intakten Gehirnzellen im Alter abnimmt, kann das Gehirn den Verlust kompensieren, indem es neue Verknüpfungen zwischen den verbleibenden Zellen aufbaut. Um geistig fit und rege zu bleiben, sollten Sie Ihre grauen Zellen täglich trainieren und etwas „Gehirnjogging“ betreiben.

Schon mit kleinen Abwechslungen im Alltag lässt sich das Gehirn trainieren. Günstig kann es sich bereits auswirken, am Mittagstisch die Plätze zu wechseln oder zwischendurch einmal eine andere Tageszeitung zu lesen. Auch kann man gelegentlich eine Strecke mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen und - sofern möglich - auch mal einen anderen Weg fahren als üblich. Neue Erfahrungen veranlassen die Bildung von neuen Verbindungen im Gehirn.

Durch gezieltes Training lässt sich die altersbedingte Abnahme der Erinnerungs- und Lernfähigkeit nicht nur aufhalten. Wichtig ist hierfür neben dem Gehirntraining auch eine wissbegierige und offene Lebenseinstellung. Täglich reichen schon zehn Minuten Gehirnjogging aus, um geistig fit zu bleiben. Eine einfache Denksport-Variante besteht beispielsweise darin, sich Auto- oder Telefon-Nummern sowie Namen und Geburtstage zu merken.

Bewegung hält geistig fitAuch Bewegung, am besten an der frischen Luft, leistet einen wichtigen Beitrag für die geistige Leistungsfähigkeit, denn Sport sorgt für eine gute Durchblutung des Gehirns. Stundenlanges Fernsehen hingegen ist Gift für das Gehirn. TV-Konsum hat eine einschläfernde Wirkung auf das Gehirn. Zumindest während der Werbepausen sollte man einer geistig anspruchsvolleren Beschäftigung nachgehen.

Nachlassendes Gedächtnis ist nicht gleich AlzheimerDie altersbedingte Abnahme des Erinnerungs- und Lernvermögens ist von einer Demenz-Erkrankung wie Morbus Alzheimer zu unterscheiden. In Deutschland leben mehr als 500.000 Alzheimer-Patienten. Erste Anzeichen für die Krankheit können das Vergessen von kurz zurückliegenden Ereignissen, sozialer Rückzug oder Verhaltensstörungen wie Feindseligkeit sein. Ausführliche Informationen zum Thema „Alzheimer“ finden Sie auch unter www.altern-in-wuerde.de