Smartphone-Besitz mit 12 bis 13 kann Risiken für die psychische und physische Gesundheit bergen

Mädchen hängt nachts am Smartphone
Eine am 1. Dezember in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlichte Studie zeigt, dass frühe Smartphone-Nutzung mit erhöhten Raten von Depressionen, Übergewicht und Schlafmangel verbunden ist.

Das Forschungsteam um Dr. Dr. Ran Barzilay vom Children’s Hospital of Philadelphia analysierte Daten von 10.588 Teilnehmern der groß angelegten Studie zur kognitiven Gehirnentwicklung im Jugendalter (ABCD-Studie: Adolescent Brain Cognitive Development). Dabei wurde untersucht, ob der Besitz eines Smartphones und das Alter beim erstmaligen Erwerb mit gesundheitlichen Risiken einhergehen. Im Fokus standen Depressionen, Übergewicht und Schlafprobleme, die von den Bezugspersonen der Jugendlichen berichtet wurden.

Die Forschenden beurteilten die psychische Gesundheit und Schlafqualität von 3.486 Kinder im Alter von 13 Jahren. Kinder, die bereits mit 12 Jahren ein Smartphone besaßen, wiesen häufiger klinisch relevante psychische Belastungen sowie Schlafmangel auf.

Die Ergebnisse zeigen: Der Besitz eines Smartphones mit 12 Jahren war mit einem erhöhten Risiko für depressive Symptome, Übergewicht und Schlafmangel verbunden – im Vergleich zu Gleichaltrige ohne eigenes Smartphone. Zudem galt: Je jünger das Kind beim ersten Smartphone-Kauf, desto größer das Risiko, insbesondere für Übergewicht und Schlafprobleme.

Die Autoren betonen, dass die Übergangsphase vom Kindes- ins Jugendalter ohnehin sensibel ist: „Um die potenziell negativen Auswirkungen des Smartphone-Besitzes in dieser Entwicklungsphase besser zu verstehen, sind weitere Studien notwendig.“

Quellen: medicalXpress, Children's Hospital of Philadelphia (CHOP), Pediatrics