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16.12.2010

Depression bei Diabetes nicht ignorieren

Diabetiker haben Studien zufolge ein erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken. Wer als Zuckerkranker Anzeichen einer Depression bei sich bemerkt, sollte sich daher nicht scheuen, seinem Hausarzt die belastenden Empfindungen mitzuteilen.

 Diabetiker haben Studien zufolge ein erhöhtes Risiko, an einer Depressionen zu erkranken. Das kann eine erfolgreiche Diabetesbehandlung gefährden, warnt die Organisation diabetesDE in Berlin. Wer als Zuckerkranker Anzeichen einer Depression bei sich bemerkt, sollte sich daher nicht scheuen, seinem Hausarzt die belastenden Empfindungen mitzuteilen. Anderenfalls können sich die Blutzuckerwerte verschlechtern, ohne dass klar ist warum. Solche Anzeichen sind beispielsweise ständige Müdigkeit, Energiemangel, nachlassendes sexuelles Interesse, Reizbarkeit, Angst, zunehmende Lustlosigkeit oder eine missmutige Stimmungslage sowie Schlafstörungen. Diese können mehrere Wochen oder Monate anhalten und kehren in Phasen wieder.

Wichtig ist der Organisation zufolge, dass die Behandlung der Depression in die Diabetestherapie eingebunden ist. Einige Medikamente gegen Depressionen können zum Beispiel zu einer Gewichtszunahme und Fettstoffwechselstörungen führen, was dann die Behandlung des Diabetes erschwert.

Weitere Informationen zu Diabetes und Depression: dpaq.de/bzpOn