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News

16.04.2018

Andauernde Schlafstörungen auf jeden Fall mit Arzt besprechen

Menschen, die über einen längerfristigen Zeitraum unter Schlafstörungen leiden, sollen diese Problematik abklären lassen. Ausgeprägte Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Stoffwechselerkrankungen und auch Krebserkrankungen.

Ausgeprägte, lange anhaltende Schlafstörungen schaden der Gesundheit. Ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus erhöhe das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, aber auch für Krebserkrankungen. Auch Depressionen, Schizophrenie und Alzheimer treten häufiger auf. Wer an Schlafstörungen leidet, sollte seinen Arzt darauf ansprechen, um Therapiemöglichkeiten auszuloten.

Die innere Uhr des Menschen tickt im Rhythmus von ungefähr 24 Stunden. Der übergeordnete Taktgeber sitzt im Zwischenhirn, aber auch jede Körperzelle besitzt Gene, die im Tagesrhythmus aktiv werden. Auf Veränderungen wie einen Jetlag oder die Zeitumstellung reagiert die innere Uhr bei den meisten Menschen flexibel. Halten die Störungen jedoch an, zum Beispiel durch häufige Nachtschichten, leidet die Gesundheit. Denn der Wechsel von Tag und Nacht hat Einfluss auf die Körpertemperatur, den Energiestoffwechsel, die Ausschüttung von Hormonen und die Aktivität von Immunzellen.

Mehr als jeder dritte Deutsche leidet unter Schlafstörungen. Eine Lichttherapie oder feste Aktivitäts- und Essenszeiten können helfen, den inneren Rhythmus zu stabilisieren.

Medikamente wirken auf die Hormone Cortisol und Melatonin. Sind diese beiden Hormone in einem Ungleichgewicht, leidet die Schlafqualität.

Auch psychische Erkrankungen  - wie beispielsweise Depression – stehen mit Schlafstörungen in Zusammenhang und sollten abgeklärt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), dpa