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Herausgegeben von den Berufsverbänden für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland.

Burn-Out-Opfer verschweigen im Job oft ihr Leiden

Viele Arbeitnehmer sprechen im Job nicht darüber, wenn sie ein Burn-Out hatten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact. Darin sagten 40 Prozent der befragten Burn-Out-Opfer, dass sie sich weder mit Kollegen noch mit Vorgesetzten über das Thema ausgetauscht haben. Rund ein Viertel gab an (24,6 Prozent), von den Kollegen positive Reaktionen und Hilfsangebote bekommen zu haben.Die Mehrheit der Befragten kehrte nach einem Burn-Out in die alte Position im Unternehmen zurück (71 Prozent). Knapp jeder Sechste (17,2 Prozent) verließ dagegen die Firma. Jeder Zehnte (11 Prozent) hat neue Aufgaben übernommen. Im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad in Eschborn wurden 627 Arbeitnehmer befragt, die von einem Burn-Out betroffen waren.Eine ständige Arbeitsüberlastung kann sich über die Jahre zu einem so genannten Burnout-Syndrom ("Ausgebranntsein", engl. to burn out: ausbrennen) ausbilden. Die Symptome ähneln denen einer Depression. Anzeichen sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Lustlosigkeit. Noch ist allerdings wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, ob es sich dabei tatsächlich um ein eigenes Krankheitsbild handelt. Quelle: dpa