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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Burnout-Syndrom: Auswirkungen

Die Lebensqualität von sich als ausgebrannt erlebenden Menschen ist drastisch reduziert. Aus gedrückter Stimmung bzw. aus verschiedenen, als körperlich oder seelisch erlebten Symptomen, reduzierter Arbeitsleistung, innerer Kündigung und zunehmenden Konflikten kann letztlich ein Teufelskreis resultieren, der von den Betroffenen alleine nicht mehr durchbrochen werden kann.

Unterstützende, deeskalierende Maßnahmen am Arbeitsplatz können hier ebenso indiziert sein, wie psychotherapeutische Unterstützung.

Solange keine ausgeprägte Depression oder eine andere manifeste seelische Erkrankung vorliegt - was im Zweifelsfall durch einen Facharzt festgestellt bzw. ausgeschlossen werden sollte -, sind Krankschreibungen, auch wenn sie subjektiv zunächst als entlastend empfunden werden, nicht sinnvoll sondern tragen oftmals mittelfristig zu einer weiteren Verschärfung der zugrundeliegenden beruflichen Konfliktkonstellationen bei.

 

Abb: DGPPN-Konzept zum Übergang von Arbeitsbelastung zur Krankheit aus dem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zu Burnout

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert (Autor) und Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer (Autor), Prien am Chiemsee (DGPPN)