Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

04.09.2011

Schmerzmittel nicht auf leeren Magen nehmen

Grundsätzlich gilt bei der Einnahme von Schmerzmitteln: nicht länger als drei Tage am Stück und nicht öfter als zehn Tage pro Monat, wenn es nicht anders ärztlich verordnet wurde.

Schmerzmittel sollten nie auf leeren Magen eingenommen werden. Denn dann könnten sie der Magenschleimhaut schaden. Außerdem werden sie am besten mit einer größeren Menge Wasser geschluckt. Darauf weist die Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte“ hin. Wichtig ist auch, sie stets von Anfang an so hoch zu dosieren wie ärztlich oder in der Packungsbeilage empfohlen. Eine ausreichend hohe Dosis wirke zuverlässiger als etwa zwei zeitversetzte halbe Mengen. Grundsätzlich gilt bei der Einnahme von Schmerzmitteln: nicht länger als drei Tage am Stück und nicht öfter als zehn Tage pro Monat, wenn es nicht anders ärztlich verordnet wurde.Die gebräuchlichsten Schmerzmittel sind die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), angeführt von der Acetylsalicylsäure (ASS), dicht gefolgt von Diclofenac, Ibuprofen und Paracetamol. Sie alle besitzen spezifische Vor- und Nachteile, die mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden sollten. Die Einnahme von NSAR ist nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Sie schalten ein Enzym, das an Entzündungsreaktionen beteiligt ist aus. Das Enzym, die Cyclooxygenase, spielt nicht nur bei Entzündungen eine Rolle, sondern auch beim Schutz der Darm- und Magenschleimhaut. Folglich kann die längerfristige Enzymhemmung per NSAR unerwünschte Wirkungen hervorrufen, von denen insbesondere die Magenschleimhaut (Reizungen, Entzündungen, Blutungen) betroffen sein kann.Quelle: dpa/NPIN