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05.04.2017

Mit dem Frühling sind auch die Zecken wieder aktiv

Sie warten im Gras oder in Büschen auf einen Wirt, um das Überleben ihrer Art zu sichern. Leider kann der Gemeine Holzbock auch Infektionserkrankungen übertragen.

Der Frühling ist da und mit den steigenden Temperaturen werden auch Zecken mobil. Mit ihren Stichen können sie die Erreger gefährlicher Krankheiten wie die Lyme-Borreliose übertragen. Die Expertin Dania Richter von der Technischen Universität Braunschweig rät jedoch von Panik ab. „Zecke ist nicht gleich Zecke, gesundheitliche Folgen für den Menschen in Deutschland kann nur der Biss des Gemeinen Holzbocks haben“. Mit dem Stich könnten die Erreger der Borreliose übertragen werden, die unbehandelt zu Gelenk,- Herzmuskel und Nervenentzündungen führen können.

Infektionsrisiken sind unterschiedlich – Schutzmaßnahmen wichtig

„Außerdem reagiert jeder Mensch anders“, sagt die Biologin. Bei einigen führe ein Kontakt mit einer infizierten Zecke zur Krankheit, bei anderen hat er so gut wie keine Folgen. Ausschlaggebend sei auch, wie lange die Tiere Blut saugen, denn Lyme-Borrelien werden nicht sofort übertragen. „Von allen Blutsaugern saufen Zecken am längsten“, sagt die Expertin. Ein Mückenstich dauere in der Regel wenige Sekunden, eine Zecke könne sich im schlimmsten Falle bis zu 14 Tage lang festkrallen.

Außerdem gebe es eine Reihe von Schutzmaßnahmen. Vor allem nach Spaziergängen und Wanderungen durch Wald und Flur sollten insbesondere Kniekehlen, Achseln, Nacken, Kopf nach Zecken abgesucht und die Tierchen möglichst schnell entfernt werden. Das müsse sehr sorgfältig geschehen, denn die Zecken seien nicht leicht auszumachen. „Manche sind kleiner als der kleinste Leberfleck.“ Hilfreich sei auch angemessene Bekleidung. Zum Beispiel festes Schuhwerk und das Ziehen der Strümpfe über die Hosenbeine. Zecken lauerten ihren Wirten oft an Wegesrändern, im Gras oder in Büschen auf. „Sie fallen nicht von den Bäumen“, sagte die Wissenschaftlerin.

„Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, aber ein Antibiotikum zur Behandlung“, so die Expertin. Neben der Borreliose könnten die Zecken in bestimmten Regionen Deutschlands auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Gegen FSME gebe es Impfungen.

Internet:
Robert-Koch-Institut zu Lyme-Borreliose: http://dpaq.de/36mMs

Quelle: dpa