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01.06.2017

Kunst kann Brücken bauen: Städel-Museum behält Angebot für Demenzkranke dauerhaft

Museumsbesuche haben einen therapeutischen Wert für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Das Frankfurter Städel-Museum etabliert ein entsprechendes Angebot für Demenzkranke und ihre Betreuer.

Das Frankfurter Städel-Museum will ein Angebot für Demenzkranke und deren Angehörige dauerhaft in sein Programm aufnehmen. Die Beschäftigung mit Kunstwerken und das eigene kreative Gestalten hätten laut einer Studie einen «positiven Effekt auf das subjektive Wohlbefinden der Teilnehmer» gezeigt, teilte das Museum am Montag mit. Auch die zwischenmenschliche Kommunikation und das Erinnerungsvermögen würden durch regelmäßige Führungen, Gespräche über Kunstwerke und Atelierworkshops gefördert. Die Beziehung zwischen Demenzkranken und Betreuern werde verbessert.

Die Studie mit dem Namen ARTEMIS (ART Encounters: a Museum Invertention Study) war in den vergangenen zwei Jahren von Altersmedizinern und Psychologen der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt worden. Die Forscher begleiteten 78 Kunstführungen und Atelierworkshops mit insgesamt 96 Teilnehmern. Auf Basis von psychologischen Tests und Interviews konnten die Forscher nach eigenen Angaben den therapeutischen Wert der Museumsbesuche nachweisen. ARTEMIS war laut Museum die erste Studie dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Weitere Informationen:
ARTEMIS-Angebot im Städel Museum: http://dpaq.de/iqtd6 

Quelle: dpa