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Schichtarbeit geht mit besonderen Belastungen einher

Schichtarbeiter kämpfen nach Angabe der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Berlin häufiger mit Nervosität und Depressionen als Beschäftigte, die regelmäßig tagsüber arbeiten. Darüber hinaus sind Schichtdienste auch körperlich belastender. „Langzeitstudien belegen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck mit der Häufigkeit von Schichtarbeit zunehmen können“, erklärt Matthias Wilhelm im Magazin «DGUV Arbeit & Gesundheit» (Ausgabe 5/6 2011). Ursache dafür sei unter anderem, dass man sich nachts für die gleiche Leistung mehr anstrengen muss als tagsüber.

Um den Stress zu bewältigen, sollten Schichtarbeiter aber nicht auf Schlaf- oder Beruhigungsmittel zurückgreifen, weil diese erhebliche Nebenwirkungen haben können, warnt das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in dem Magazin. Zu den Nebenwirkungen zählen neben Konzentrations- und Schlafstörungen auch Gedächtnisprobleme. Außerdem könnten die Mittel schon in niedrigen Dosen abhängig machen, wenn sie zu lange eingenommen werden. Stattdessen sollten Schichtarbeiter Entspannungstechniken, wie Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga ausführen.Quelle: dpa