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03.04.2018

Stärken betonen: Was Kindern beim Bettnässen hilft

Bis zu einem Alter von fünf Jahren sind die meisten Kinder nachts trocken. Machen aber ältere Kinder noch ins Bett (Enuresis) oder tagsüber in die Hose (Harninkontinenz), sind Eltern oft beunruhigt. Weil auch die Gene beeinflussen, wie schnell sich die Kontrolle über die Blase entwickelt, kann Bettnässen in verschiedenen Generationen einer Familie immer wieder vorkommen.

Macht das Kind nachts immer wieder ins Bett, ist das anstrengend - für alle Beteiligten. Kinder schämen sich oft und sind verunsichert, Eltern müssen aufstehen und alles neu beziehen. Auch wenn es nervt: Für das Kind ist es wichtig zu verstehen, dass es kein Nachzügler ist, weil es länger zum Trockenwerden braucht.

Vielleicht ist es in anderen Dingen genauso gut wie andere Kinder oder ihnen sogar voraus? Darauf hinzuweisen, kann das Selbstbewusstsein stärken und Sohn oder Tochter den Umgang mit dem Bettnässen erleichtern, erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Weil auch die Gene beeinflussen, wie schnell sich die Kontrolle über die Blase entwickelt, kann Bettnässen in verschiedenen Generationen einer Familie immer wieder vorkommen. Für ein Kind kann es tröstlich sein zu erfahren, dass auch andere Angehörige dieses Problem früher hatten.

Quelle: dpa