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28.09.2016

Gesetzlicher Anspruch auf Reha gilt auch für Kinder

Auch Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen oder psychischen Auffälligkeiten haben die Chance, eine Reha-Maßnahme in Anspruch nehmen zu dürfen.

Mitglieder der Deutschen Rentenversicherung können für ihre Kinder einen Anspruch auf Rehabilitation geltend machen. Infrage kommen Reha-Maßnahmen zum Beispiel bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Haut, bei starkem Übergewicht oder psychischen Erkrankungen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Die Rentenversicherung bezahlt in solchen Fällen die Behandlung des Kindes sowie Anreise und Unterkunft. Bis zum zehnten Geburtstag der jungen Reha-Patienten übernimmt die Rentenversicherung auch die Reisekosten für Begleitpersonen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag auf Reha ist, dass ein Elternteil des Kindes in den vergangenen zwei Jahren mindestens sechs Monate lang Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt hat. Außerdem müssen die Kinder jünger als 18 sein oder gerade eine Ausbildung oder einen Freiwilligendienst absolvieren - dann gilt der Reha-Anspruch bis zum Alter von 26 Jahren.

Je nach Krankheitsbild und Persönlichkeitsstruktur des Reha-Patienten werden die therapeutischen Maßnahmen individuell abgestimmt, wobei es auch zur Häufigkeit und Dauer der einzelnen Maßnahmen sowie zur jeweiligen Gruppenstärke Vorgaben gibt, um einen Qualitätsstandard zu sichern.

Quelle: dpa