Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

13.11.2017

Bei Essstörungen gibt es viele Anlaufstellen die Hilfe bieten

Essstörungen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet sind. Sie verlaufen oftmals chronisch und können für die Betroffenen möglicherweise mit schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. Durch die Mangelernährung kann u.a. die pubertäre Reifung zum Erliegen kommen, es können Hormonstörungen auftreten sowie Verstopfung, niedriger Blutdruck (Frieren) sowie Mineralstoffmangel. Eine langfristige chronische Unterernährung kann unter Umständen noch andere schwerwiegende körperliche Schäden verursachen.

Essstörungen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet sind. Sie verlaufen oftmals chronisch und können für die Betroffenen möglicherweise mit schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. Durch die Mangelernährung kann u.a. die pubertäre Reifung zum Erliegen kommen, es können Hormonstörungen auftreten sowie Verstopfung, niedriger Blutdruck (Frieren) sowie Mineralstoffmangel. Eine langfristige chronische Unterernährung kann unter Umständen noch andere schwerwiegende körperliche Schäden verursachen.  

Körperbildstörung oft vorhanden

Kennzeichnend für eine Essstörung ist, dass Nahrung, Essen oder Hungern das Leben der Betroffenen in allen Bereichen bestimmen. Oft ist eine Körperbildstörung ein zentrales Symptom der Erkrankung – insbesondere bei der Magersucht und der Essbrechsucht. Betroffene Mädchen und junge Frauen können ihre realen Körperdimensionen nur undeutlich erfassen und sie werden auch falsch bewertet. Häufig richten Betroffene ihre Aufmerksamkeit selektiv auf bestimmte Körperpartien wie Bauch, Hüften oder Oberschenkel, die dabei als überdimensional, unförmig oder nicht passend empfunden werden. Das Krankheitsbild tritt bei Mädchen bzw. Frauen vielfach häufiger auf als bei Jungen bzw. Männern.

Gefühlszustände können nur unzureichend wahrgenommen werden

Essstörungen und insbesondere die Magersucht gehen bei den Betroffenen meist mit dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und insbesondere der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper einher. Die Folge sind ausgeprägte negative Gefühle und häufig auch Depressivität. Neben der Körperwahrnehmung liegt oft auch eine eingeengte Wahrnehmung in Bezug auf die eigenen Gefühlszustände vor. So können beispielsweise Zustände wie Anspannung oder Niedergeschlagenheit nur wenig differenziert oder schlecht wahrgenommen werden. Verhaltensweisen, wie Fasten, Erbrechen aber auch Essanfälle dienen dann dazu, um mit unangenehmen Emotionen wie Stress, Angst, Verzweiflung oder auch Einsamkeit umzugehen.

Möglichst frühzeitig Hilfsangebote und Beratung nutzen

Bei adäquater Behandlung können die Betroffenen von ihrer Essstörung geheilt werden oder den Umgang damit lernen. Die Prognose ist umso besser, je geringer die Zeitdauer zwischen Erkrankungsbeginn und der Aufnahme einer professionellen Behandlung ist. Im ersten Schritt können Betroffene Hilfsangebote wahrnehmen: Ob anonym und telefonisch, im Internet, persönlich in einer Beratungsstelle oder einer Therapieeinrichtung für Essstörungen, beim Arzt oder einer Ärztin oder im Rahmen einer Selbsthilfegruppe. Eine Anlaufstelle kann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sein: Unter der Rufnummer 0221/89 20 31 kann man sich dort auch anonym beraten lassen.

Suche nach Beratungsangeboten bei der BZgA

Quelle: äin-red, neurologen-und-psychiater-im-netz.org, BZgA