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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Ursachen für Tic-Störungen/das Tourette-Syndrom

Bei der Entwicklung von Tic-Störungen können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen -  genetische Ursachen, Infektionserkrankungen aber z.B. auch bestimmte Risikokonstellationen während der Schwangerschaft.

Genetischer Einfluss
Eine genetische Veranlagung zu Tic-Störungen ist sehr ausgeprägt. Wie bei den meisten neuropsychiatrischen Störungen, ist der genetische Hintergrund auch bei Tic-Störungen offenbar von verschiedenen Risiko-Genen bestimmt.  

Streptokokken-bedingte Infekte
Tic-Störungen können evtl. durch die Folgen bakterieller Infekte mit Streptokokken (z.B. Mittelohrentzündung (Otitis Media), Scharlach, Mandelentzündung) ausgelöst oder gar verursacht werden. Insbesondere wenn eine enge zeitliche Nähe zwischen der Infektion und dem Auftreten von Tic-Störungen besteht, ist ein Zusammenhang wahrscheinlich.

Schwangerschaft
Studien haben gezeigt, dass psychosozialer Stress, Medikamente, Rauchen, Alkoholkonsum und andere Drogen während der Schwangerschaft mit dem Auftreten von Tics beim Kind zusammenhängen.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Veit Roessner, Dresden (DGKJP)