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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Cannabis

Die asiatische Hanfpflanze Cannabis sativa liefert die Grundstoffe für Haschisch, das aus dem Harz der Pflanze hergestellt wird, und für Marihuana, das aus zerkleinerten und getrockneten Cannabis-Blüten und -Blättern besteht. Haschisch wird umgangssprachlich auch „Dope“ genannt, Marihuana wird als „Gras“ bezeichnet.

Die illegale Droge ist weit verbreitet. Ihre Gefahr wird oft unterschätzt, denn entgegen vieler anderer Meinungen können Cannabis-Produkte psychisch abhängig machen und dienen oft als Einstiegsdroge für so genannte „harte Drogen“. Nach Angaben der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) hat bereits jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren sowie 40% der 18-Jährigen in Europa in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert. Laut der Bundesregierung nehmen etwa 5% aller 12- bis 25-Jährigen regelmäßig Cannabis zu sich. Cannabis (THC) gilt mittlerweile als ein häufiger Risikofaktor für die Auslösung schizophrener Psychosen.
Wirkungen/Risiken:

• Euphorie
• Angst
• verändertes Zeit- und Raumgefühl
• gesteigerter Appetit
• Mundtrockenheit
• beeinträchtigtes Urteilsvermögen
• Koordinationsstörungen, unsicherer Gang
• „Herzrasen“

Cannabis (Hanf) unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, d.h. Herstellung, Handel und Konsum sind in Deutschland verboten.

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