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Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Akute psychotische Störung

Eine akute psychotische Störung (früher: kurze reaktive Psychose) geht oft (nicht immer) auf ein belastendes Ereignis zurück und hat ein relativ schnell wechselndes Krankheitsbild mit Symptomen verschiedener psychischer Erkrankungen wie der Schizophrenie, der Depression, der Manie oder einer Angststörung. Im Zentrum stehen die Symptome aus dem schizophrenen Formenkreis - also Halluzinationen, Sinnestäuschungen (meist akustisch und optisch, aber auch Geruchs-, Geschmacks- und Tasthalluzinationen) sowie Wahnphänomene. Zu Beginn treten oft Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit, Unsicherheit, Ratlosigkeit oder sozialer Rückzug auf. Betroffene zeigen manchmal unverständliche, unangemessene Reaktionen, die auf die hervorgekommene „Wahnwelt“ zurückgehen.

Zu den akuten Belastungen, die der Störung vorausgehen können, gehören seelische Traumata, aber auch positive Ereignisse, wie eine Eheschließung oder die Geburt eines Kindes, wobei hierbei die subjektive Bewertung des Ereignisses entscheidend ist.

Die akute psychotische Störung wird von drogeninduzierten Psychosen sowie von Psychosen, die durch organische Erkrankungen (z.B. Hirnblutung, Delir) verursacht werden können, unterschieden.

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