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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Kokain

Kokain (Coke, Koks, Schnee, snow, white stuff) stammt von den südamerikanischen Coca-Sträuchern. Es wird in einer wasserlöslichen Form auf den Markt gebracht und meist geschnupft oder als „Crack“ geraucht. Kokain sieht harmlos aus: rein und weiß wie Schnee, wie es in der Szene auch genannt wird. Doch es ist alles andere als ungefährlich, sondern sehr suchtgefährdend. Schnell wirkt die bisherige Dosis nicht mehr und muss ständig erhöht werden. Ein erster Schritt in die Abhängigkeit ist nach neuesten Erkenntnissen von amerikanischen Wissenschaftlern schon der Konsum einer einzigen Prise der pulvrigen Droge.
Wirkungen/Risiken: 

• anfänglich stimulierend: Wohlbefinden, Euphorie, vermindertes Erholungsbedürfnis
• halluzinatorisch (paranoid): Rauschwirkung mit Halluzinationen im Bereich Sehen, Hören, Fühlen. Typisch ist der so genannte „Kokainkäfer“ – das Gefühl, kleine Tiere unter der Haut zu haben. Dadurch unberechenbare Reaktionen (z.B. Gewalt, Selbstverstümmelung)

• hektische Aktivität, übersteigertes Selbstbewusstsein, Aggressivität
• Entzugserscheinungen wie Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, intensive Träume können auftreten
• Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
• Bluthochdruck, Herzinfarkt, Hirnblutungen, Gefäßerkrankungen
• Atem-/Kreislauf-Versagen

Kokain unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, d.h. Herstellung, Handel und Konsum sind in Deutschland verboten.

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