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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

peripherer Nerv

Gehirn und Rückenmark bilden das Zentralnervensystem (ZNS). Alle anderen Nerven des Körpers werden als peripheres Nervensystem bezeichnet (peripher = am Rande liegend). Hierzu gehören Nerven, welche die Muskeltätigkeit steuern (“motorische Nerven”) und solche, welche dem Gehirn Informationen zuleiten (“sensorische Nerven”). Zu Letzteren zählen Schmerzfasern in der Haut, aber auch Nerven, die dem Gehirn über die Lage von Beinen, über Berührungen und ganz allgemein über Sinneseindrücke „berichten“.

Schließlich gibt es Nerven, welche die Tätigkeit der inneren Organe wie Herz, Magen/Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Blase beeinflussen. Sie werden als “autonomes” oder “vegetatives” Nervensystem zusammengefasst und sind ebenfalls Teil des peripheren Nervensystems. Die Aufgabe dieser Nerven ist sehr vielfältig. Zum Beispiel unterliegen die Tätigkeit der Schweißdrüsen und die Weite der Blutgefäße ihrer Kontrolle. Nervenfasern von der Blasenwand zum Gehirn zeigen beispielsweise den Füllungsgrad der Blase an.

Eine Erkrankung (griechisch “pathie”) der peripheren Nerven (griechisch “Neuron”) bezeichnet man als periphere Neuropathie. Wenn nur ein Nerv des peripheren Nerven-systems geschädigt ist, spricht man von einer peripheren Mononeuropathie; wenn eine Wurzel geschädigt ist, spricht man von Radikulopathie.

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