Neurologen und Psychiater im Netz

Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Schädelverletzung

Eine gedeckte oder offene Schädelverletzung, auch als Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet, kann durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung sowie durch andere schädigende Reize (zum Beispiel elektrischer Strom, Hitze) entstehen. Es wird unterschieden zwischen stumpfen oder gedeckten Hirnschäden und offenen (perforierenden) Hirnschäden, das heißt mit Dura-Öffnung und offener Verbindung zwischen Hirn und Außenwelt. 

Man spricht von einem direkt offenen SHT, wenn es zu durchgehender Verletzung von Kopfschwarte, Schädelknochen und Dura und infolge zu direkter Kommunikation zwischen intrakraniellem Raum (Schädelhöhle, cranial (engl.) = zum Kopf gehörend) und extrakraniellem Raum (außerhalb des knöchernden Schädels) kommt. Ein indirekt offenes SHT erlaubt die Kommunikation des intra- mit dem extrakraniellen Raum über Eröffnung von Nebenhöhlen. Dies wäre beispielsweise bei einem Schädel-Basis-Bruch (frontobasale Fraktur) der Fall.

< zurück